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Dienstag, 7. September 2010
MTV Isenbüttel von 1913 e.V.  
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Die Geschichte des Männerturnverein Isenbüttel von 1913 e.V.

Wenn ein Verein schon etwas älter ist und auf eine lange Tradition zurückblicken kann, dann kann man Bücher füllen mit Ereignissen, die sich in und um den Verein abgespielt haben. Das ist beim Männerturnverein Isenbüttel nicht anders. Auch über den MTV könnte man Bände schreiben. Das ist an dieser Stelle nicht geplant. Es geht hier nur um kleine Geschichten von der Gründung bis heute. In einer gestrafften Form werden die nächsten Zeilen einen Überblick über die Eckdaten des MTV vermitteln.


15. Juni 1913 – Der Gründungstag
Erster Vorsitzender des MTV wird Pastor Fraatz. Sein Stellvertreter der Molkereiinspektor Müller. Beigeordneter werden der Ackermann Wigmann sowie Gemeindevorsteher Deneke. Als Turnwart fungiert Lehrer Stelter. Als weitere Mitglieder gehören dem Vorstand an: Kassenwart Striepe, Geräte- und Zeugwart Prinke sowie Schriftwart Knigge.

Am 07. Juli 1913 tritt der MTV in den Turngau Braunschweig ein. Am 24. November 1913 erfolgt dann der Zusammenschluss mit dem Fußballclub Isenbüttel.

Von 1914 bis 1919 macht der Verein infolge des 1. Weltkrieges durch keine besonderen Aktivitäten auch sich aufmerksam.

1919: Die erste Generalversammlung nach dem 1. Weltkrieg findet am 24. Februar statt. Der Vorstand wird wiedergewählt.

1920: Faustball- und Schlagballmannschaften werden zum Wettkampfbetrieb angemeldet. Außerdem tritt der Verein der Sportunfallversicherung bei.

1921: Für die Mitglieder des MTV wird eine Unterstützungskasse eingeführt.

1926: An der Fortbildungsschule wird Turnunterricht eingeführt. Der MTV übernimmt den Turnunterricht und stellt hierfür die vereinseigenen Geräte kostenlos zur Verfügung.

1932: Erstmals ist eine Frau im Vorstand des MTV vertreten. Frau Anna Meyer wird Schriftführerin.

1933: Die Gründung einer Schwimmabteilung erfolgt. Die Ausbildung übernimmt Schwimmmeister Radschun. Auch macht die Machtergreifung der Nationalsozialisten vor dem MTV nicht halt. Auf Anordnung der NSDAP wird eine Wehrsportgruppe eingeführt.

1945: Zu Kriegsende hat der Verein noch 120 Mitglieder. Bis zum Jahresende treten 32 neue Mitglieder dem Verein bei.

1946: Am 09. März erfolgt die Wiederbelebung des MTV nach dem 2. Weltkrieg. Die erste Generalversammlung nach dem Krieg leitet Landrat Dr. Zimmermann. In den Vorstand werden gewählt: Vorsitzender K. Knigge, 2. Vorsitzender F. Schliephake. Der MTV verfügt jetzt über eine Fußball-, Turn-, Leichtathletik- und Schwimmabteilung. Noch im gleichen Jahr wird am Sportplatz ein Umkleideraum errichtet. Das benötigte Holz wird von den Vereinsmitgliedern gestellt.

1948: Eine neue Sparte wird im MTV gegründet; jetzt wird auch Tischtennis gespielt.

1953: Der MTV gibt sich eine neue Satzung und wird als e.V. in das offizielle Vereinsregister eingetragen. Auch wird der Sportplatz erneuert und die Badeanstalt ausgebaut und hergerichtet.

1954: Weil der MTV Rücksicht auf einige Großveranstaltungen der Gemeinde im Jahr 1953 genommen hat, wird das Stiftungsfest (40 Jahre MTV) mit einem Jahr Verspätung gefeiert.

1958: Die Ehrenmitglieder stiften dem MTV eine neue Vereinsfahne.

1960: Die Gemeinde Isenbüttel errichtet eine Turnhalle.

1962: Baubeginn für das Sportheim des MTV. Die Mitglieder erbringen zahlreiche Eigenleistungen und 1965 ist das Sportheim fertig gestellt.

1972: Der MTV verfügt jetzt über 3 Sportplätze, einer davon ist mit einer Trainingsbeleuchtung ausgestattet. In der Turnabteilung wird erstmalig Volleyball angeboten.

1975: Durch den Bau des Elbe-Seitenkanals entsteht der Tankumsee. Dies wirkt sich auf die Angebotspalette des MTV aus. Am 05. Januar erfolgt die Gründung einer Kanusparte.

1976: Am 27. Februar wird eine Segelsparte im MTV ins Leben gerufen.

1978: Im Januar melden sich im Rahmen einer Umfrage 45 Tennis-Interessierte. Als Folge hiervon wird am 16. Juli eine Tennissparte gegründet. Zum Start hat die Tennissparte 40 Mitglieder.

1979: Am 27. Oktober werden zwei Tennisplätze fertig gestellt. In diesem Jahr beginnt auch der Bau einer Flutlichtanlage für Fußball und Tennis. Die Anlagen werden 1980 in Betrieb genommen.

1980: Gründung einer Wandergruppe im Oktober. Die erste Wanderung führt am 02. November durch den Elm.

1981: Am Tankumsee wird mit dem Bau eines Seglerheimes begonnen. Im Mai 1983 wird es eingeweiht. Die Mitglieder erbringen über 6.000 Stunden Eigenleistung.

1984: Im Mai wird eine Großturnhalle im Schulzentrum freigegeben. Dadurch erfahren die Hallensportarten einen Aufschwung. Im Dezember erfolgt die Gründung einer Badmintonsparte.

1988: Vom 05. bis zum 07.08. wird das 75jährige Vereinsjubiläum groß gefeiert. Auch werden 3 Asche-Tennisplätze eingeweiht. Im Dezember gründen sich zwei neue Hallensportarten: Karate und Tanzsport. Damit verfügt der MTV jetzt über 10 Abteilungen – ein großes Angebot für einen Dorfverein.

1989: Im Mai wird das Tennisheim eingeweiht. Am Volkswandertag beteiligen sich 214 Mitglieder des MTV. In der Hauptversammlung wechselt nach 10 Jahren der Vorsitz von Rolf Sagebiel an Ortwin Stille. Ebenfalls wird Wilhelm Bertram für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt.

1990: Das Sportheim wird umgebaut und modernisiert. Nach rund 20 Jahren übergibt Familie Rau die Bewirtschaftung des Sportheimes an Familie Lehen ab. Es erfolgt die Anschaffung eines Computers und eine bezahlte Schreibkraft wird eingestellt. Der Verein zählt jetzt 1.459 Mitglieder. 

1991: Der MTV hat jetzt 1.539 Mitglieder und rund 50 Übungsleiter und Betreuer. Der Vereinsvorsitz wechselt von Ortwin Stille an Richard Dorenkamp.

1993: Fertigstellung des Übungsraumes unter dem Sportheimdach. Die Funktionsgymnastik und Rückenschule finden hier ihren eigenen Raum. Das 80jährige Bestehen des MTV wird gefeiert.

1994: Der Verein zählt jetzt 1.823 Mitglieder. Um den Besuch der Wettkämpfe und Turniere zu gewährleisten, werden 2 Vereinsbusse angeschafft.

1995: Im Frühjahr wird die Sparte Skigymnastik gegründet. Im Sommer folgt die Sparte Leichtathletik und im September die Sparte Judo. Damit hat der Verein nun 13 Sparten.

1996: Es werden 6 neue Umkleideräume im Sportheim gebaut. Im Sommer wird Klaus Poppen als 2.000 Mitglied im MTV begrüßt. Am Ende des Jahres zählt der Verein 2.036 Mitglieder. Der Vorsitz wechselt wieder von Richard Dorenkamp zu Ortwin Stille.

2000: Erstmals müssen wegen fehlender Hallenkapazitäten Sportinteressierte abgewiesen werden. Die Gründung einer Basketball- und Trampolinsparte scheitert an den fehlenden Hallenzeiten.

2001: Erweiterung der Sportanlage um eine Leichtathletikanlage und zwei neue Kleinspielfelder für Fußball. Damit ist auch die Nutzung der Anlage für die Bundesjugendspiele und die Abnahme von Sportabzeichen wieder möglich.

2002: Erstellung einer Flutlichtanlage für den B-Sportplatz und Einrichtung eines Beachvolleyballfeldes. In diesem Jahr organisiert der MTV zum 20, Mal Ferienfreizeiten.

2004: Erwerb eines Grundstückes im Gewerbegebiet durch die Segelsparte. Es wird eine 800 qm große Bootshalle errichtet.

2006: Der MTV übernimmt das Sportheim von der Gemeinde Isenbüttel. In einer Sondervollversammlung wird auch die Erweiterung des Sportheimes beschlossen.

2007: Im Mai beginnt der Erweiterungsbau des Sportheimes. Der MTV baut an die Südseite eine Sporthalle mit Toiletten, Umkleide- und Duschräumen.

2008: Der Anbau wird im Sommer in Betrieb genommen. Es ist eine neue Halle mit ca. 200 qm sowie ein weiterer Gymnastikraum mit ca. 80 qm entstanden. Daneben vier Umkleidekabinen und 2 Duschräume. Die freien Kapazitäten werden durch die Sparten Karate, Turnen und Tanzsport belegt.

2009: Am 29. August wird der Sportheimanbau im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ präsentiert. Der MTV wird offizieller Partner des DFB und Talentstützpunkt für den Bezirk Braunschweig. Im November erhält der MTV für seine Jugendarbeit den Jugendförderpreis der Sparkasse Gifhorn/Wolfsburg. Zum Jahresende zählt der Verein 2.308 Mitglieder.

2010: ...

 

 

 
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